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Nietzsche kontra Wagner

Фридрих Ницше

Название Nietzsche kontra Wagner
Автор Фридрих Ницше
Метки Иностранная литература
Размер 31.46 КБ
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Ich glaube, da? die Kunstler oft nicht wissen, was sie am besten konnen: sie sind zu eitel dazu. Ihr Sinn ist auf etwas Stolzeres gerichtet als diese kleinen Pflanzen zu sein scheinen, welche neu, seltsam und schon, in wirklicher Vollkommenheit auf ihrem Boden zu wachsen wissen. Das letzthin Gute ihres eignen Gartens und Weinbergs wird von ihnen obenhin abgeschatzt, und ihre Liebe und ihre Einsicht sind nicht gleichen Ranges. Da ist ein Musiker, der mehr als irgend ein Musiker seine Meisterschaft darin hat, die Tone aus dem Reich leidender, gedruckter, gemarterter Seelen zu finden und auch noch dem stummen Elend Sprache zu geben. Niemand kommt ihm gleich in den Farben des spaten Herbstes, dem unbeschreiblich ruhrenden Gluck eines letzten, allerletzten, allerkurzesten Genie?ens, er kennt einen Klang fur jene heimlich-unheimlichen Mitternachte der Seele, wo Ursache und Wirkung aus den Fugen gekommen zu sein scheinen und jeden Augenblick etwas «aus dem Nichts» entstehen kann. Er schopft am glucklichsten von allen aus dem untersten Grunde des menschlichen Glucks und gleichsam aus dessen ausgetrunkenem Becher, wo die herbsten und widrigsten Tropfen zu guter- und boserletzt mit den su?esten zusammengelaufen sind. Er kennt jenes mude Sich Schieben der Seele, die nicht mehr springen und fliegen, ja nicht mehr gehen kann; er hat den scheuen Blick des verhehlten Schmerzes, des Verstehens ohne Trost, des Abschiednehmens ohne Gestandnis; ja als Orpheus alles heimlichen Elends ist er gro?er als irgend einer, und manches ist durch ihn uberhaupt erst der Kunst hinzugefugt worden, was bisher unausdrucklich und selbst der Kunst unwurdig erschien — die zynischen Revolten zum Beispiel, deren nur der Leidendste fahig ist, insgleichen manches ganz Kleine und Mikroskopische der Seele, gleichsam die Schuppen ihrer amphibischen Natur — , ja er ist der Meister des ganz Kleinen. Aber er will es nicht sein! Sein Charakter liebt vielmehr die gro?en Wande und die verwegene Wandmalerei!… Es entgeht ihm, da? sein Geist einen andren Geschmack und Hang — eine entgegengesetzte Optik — hat und am liebsten still in den Winkeln zusammengesturzter Hauser sitzt: da, verborgen, sich selber verborgen, malt er seine eigentlichen Meisterstucke, welche alle sehr kurz sind, oft nur Einen Takt lang, — da erst wird er ganz gut, gro? und vollkommen, da vielleicht allein. — Wagner ist einer, der tief gelitten hat — sein Vorrang, vor den ubrigen Musikern. Ich bewundere Wagner in allem, worin er sich in Musik setzt. —



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